Geographie

Der Standort der Centrope-Region am Schnittpunkt von vier Ländern ist einzigartig in Europa. Centrope veranschaulicht die Diversität seiner einzelnen Regionen. Die zwei EU-Hauptstädte Bratislava und Wien, deren Ballungsräume gerade einmal 50 Kilometer voneinander entfernt liegen, die Städte Brno und Györ als wichitge regionale urbane Zentren sowie zahlreiche andere herausragende und attraktive Städte sind Kraftzentralen einer wirtschaftloichen wie auch kulturell expandierenden europäischen Region. Auf einem Gebiet von mehr als 50.000 Quadratkilometern und entlang der Flüsse Donau (Danube), March (Morava), Waag (Vag) und Raab (Rába) schließen sich starke Regionen zusammen, die – zusammmen noch mehr als jeweils einzeln – für Innovation, Kreativität, Wachstum, Offenheit und Diversität stehen.

Seit vielen Jahren vermischen sich die Einwohner der Region untereinander. Sie unternehmen Tagesausflüge oder arbeiten in den benachbarten Ländern. Als Aushängeschild für regionale Kooperation steht Centrope für jene Gemeinsamkeit, die bei den Einwohnern der Region längst Alltag und Normalität ist.

Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus ist Centrope einer der großen Gewinner der EU-Erweiterung. Die Region fungiert als Brückenkopf zu wachsenden zentraleuropäischen Märkten und generell in Richtung Ost- und Südosteuropa. Die spezialisierten Arbeitskräfte und die gut entwickelte – immer noch stetig wachsende – Infrastruktur sorgt für eine reiche Ausstattung an Geschäfts- und Investitionsgelegenheiten für multinationale Klein- und Mittelbetriebe. Außerdem bündelt Centrope eine außerordentliche Dichte an Bildungs- und Forschungseinrichtungen, deren bedeutende Leistungen und Angebote die Chancen für Kooperation und Mobilität weiter steigern.

Mit einem facettenreichen kuturellen Leben dient Centrope auch als Standort für zahlreiche und verschiedene weltbekannte Veranstaltungen und Festivals. Museen und atemberaubende Monumente sind Zeugen eines glorreichen Kulturerbes und reflektieren die gemeinsame Vergangenheit der Region.

Die Auen und Altarme von Donau (Danube), March (Morava) und Thaya (Dyje) bilden die grüne Lunge der Region. Die Ausläufer der Alpen und Karpaten sowie der Neusiedler See als Europas westlichster Steppensee sind nur einige prominente Teile aus dem Gesamtmosaik der oft noch unberührten naturbelassenen Landschaften der Centrope-Region. Gerade die unmittelbare Nachbarschaft von urbanen Zentren und attraktiven Naherholungsräumen ermöglicht die hohe Lebensqualität in der Centrope-Region.

Centrope kann sich daher mit Fug und Recht rühmen, alle notwendigen Voraussetzungen zu besitzen, die bei der Entwicklung einer florierenden und dynamischen Region in Europa hilfreich sind.

Politischer Hintergrund

Die Erweiterung der Europäischen Union verbessert die Chancen und Gelegenheiten für Integration und Zusammenarbeit entscheidend. Die vier benachbarten Länder Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn und Österreich bilden eine Region mit sechs Millionen Einwohnern und kultureller wie auch wirtschaftlicher Diversität. Intensive Kooperation kann dazu führen, die Region einzigartig, attraktiv und stark zu machen, sodass sie den Herausforderungen gerecht wird, die der Wettbewerb der europäischen Regionen mit sich bringt.

Auf jeden Fall sollte eines der Hauptziele für die Region darin liegen, eine hochqualifizierte europäische Wohlstandsregion zu etablieren, in der wirtschaftliche, soziale und politische Kräfte in gleicher Weise wie die Diversität der Sprachen und Kulturen ihren Beitrag zu einer dynamischen und dennoch nachhaltigen Entwicklung leisten.

Aus diesem Grund wurde im September 2003 eine polistische Konferenz auf Schloss Kittsee abgehalten, bei der führende politische Kräfte aus den Regionen, Bezirken und Gemeinden dieses Vier-Länder-Ecks überein kamen, die zentraleuropäische Region Centrope einzurichten. Innerhaln des Interreg-IIIa-Projekts "Building a European Region" diente der Zeitraum bis Anfang 2006 dazu, die erforderlichen Vorarbeiten zu leisten – insbesondere Strukturen und Dienste, die der Kooperation förderlich sind –, um die Positionierung der Centrope-Region zu ermöglichen.